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JPS-Therapie® nach Brunner

Japanische Stäbchen-Therapie

Chnebeli

 

Einführung

Die nur mit der Hand ausgeführte Massage - im echten Wortsinn noch Behandlung - ist für den Therapeut recht kräftezerrend. So hat es nicht an Versuchen gefehlt, die Hände des Masseurs durch Geräte oder Apparate zu ersetzen – meist mit geringerem als grösserem Erfolg. Diesen mechanischen Hilfen, die mit Vibration arbeiten oder auf der technischen Grundlage von Schleif- oder Poliermechanismen beruhen, sind nun einmal Grenzen gesetzt. Nicht nur, dass allen Massageapparaturen die Vielfältigkeit der Griffkomponenten, wie Streichen, Walken, Friktionen usw. fehlt, sie sind auch nicht in der Lage, Konsistenzveränderungen im Gewebe des Bewegungsapparates zu erreichen und zu beseitigen. Die fühlende Hand ist damit einfach nicht zu ersetzen, nur in manchen Fällen zu ergänzen. Ich persönlich bin für manuelle Massageanwendungen! Sie weisen so erhebliche Unterschiede zur apparativen Massage auf, wie etwa die Hand des Pianisten zum elektrischen Klavier. Denken Sie nur an die vielen Einwirkungsmöglichkeiten, die man mit dem Instrument "Hand" hat. Ich denke z.B. daran, wie man anregen oder beruhigen kann, wie sich Verkrampfungen lösen und Erschlaffungen beheben lassen, wie Durchblutungsstörungen behoben und Blut- oder Lymphstauungen abgeleitet werden können. Mit seelenlosen Werkzeugen kann es nicht gelingen, diese Möglichkeiten einer guten Massage auch nur annähernd zu erreichen, viel weniger zu erhöhen.

Die Japanische Stäbchenmassage, die Ihren Uhrsprung in Japan hat, erlernte ich bei Erich Deuser und später bei Prof. Dr. med. H. Schoberth am Lehrinstitut für Sportmedizin, Damp (D). Die von mir weiterentwickelte und patentierteJapanische Stäbchen-Therapie “JPS-Therapie®”   in Kombination mit praxis- bezogenen Behandlungstechniken, wie Mobilisations- und Regenerationsmassage, Progressive Muskelentspannung, Kräftigungs- und Dehngymnastik, Neuro-Dynamik, ermöglicht den Therapeuten, ein effizientes Therapie-Programm in ihrer Praxis anbieten zu können.

Neben der reflektorischen Wirkung besitzt die “JPS-Therapie®”   ohne Zweifel einen lokalen, mechanischen Effekt. So kann man durch bestimmte Techniken narbige Verklebungen lösen oder örtliche Verspannungen der Muskulatur beseitigen.

Die früher häufig ausgeführte Gelotripsie zeigt das deutlich. Die mechanische  Einwirkung auf tiefer gelegene Gewebsstrukturen erfordert viel Kraft  vom Behandler, so dass es leicht zu Ermüdung und damit zu einer Abschwächung der Intensität kommt.

 

Indikation

Die Indikationen für die Anwendung der JPS-Therapie® sind vor allem VErKLEBUNGEN in einzelnen tieferen Gewebbschichten, besonders zwischen Muskulatur und Faszie. Auch die Verklebung zwischen Gelenkkapsel und Unterhautgewebe, die des Bindegewebes und des Gleitgewebes der Sehnen, sind Indikationen für die JPS-Therapie® Besonders geeignete Applikationsorte sind die Rotatoren des Hüftgelenkes und die unter dem Schulterblatt oder in der Tiefe liegenden Muskelansätze oder Fasziennieschen verschiedener Regionen. Bei Blockierung der IIliosakralgelemke (ISG) tastet man deutliche Myogelosen im Bereich des M. glutaeus medius und an den Anteilen des Darmbeins die neben dem Kreuzbein liegen.

Mit dem Japanischen Massagestäbchen (JPM) leisten Sie mehr als mit der blossen Hand!

Das Japanische Massagestäbchen (JPM) hingegen ist kein Ersatz der Massage mit der Hand, sondern ergänzt sie und macht sie wirkungsvoller – überall dort, wo die Massage der tieferen Muskelschichten mit der blossen Hand sehr mühsam und häufig nicht effektiv genug ist.

 

Kontraindikationen

Es gelten üblichen Richtlinien wie bei allen Massagen. Alle frische Verletzungen und akute entzündliche Reizzustände, usw.

 

Eigenschaft und Anwedung

Um dem Stäbchen eine gute Griffigkeit zu verleihen, sind oberhalb des Köpfchen und am dickeren Stäbchenende Rillen eingearbeitet. In Grösse und Form (siehe Abb. oben) ist es auf die Hand abgestimmt. Das schlanke Ende mit der kugelförmigen Verdickung, dem Köpfchen, schmiegt sich an die Fingerkuppe, das dickere Ende zwischen Daumen und Zeigefinger. So wird das Köpfchen zur verlängerten Fingerkuppe mit einem viel tieferen und genaueren Wirkungsbereich als die dagegen weiche und klobige Fingerkuppe.

Das dickere Ende findet Anwendung im Bereich oberer Gewebeschichten und für schonende Behandlung.

Da das Köpfchen des Massagestäbchens der Fingerbeere mit Ihren vielen empfindlichen Nervenenden fest und anschmiegsam anliegt, lassen sich bei etwas Übung über das Stäbchen alle Abweichung von der Norm des behandelten Gewebes, selbst in den tieferen Schichten, erfühlen, abgrenzen und dadurch individuell behandeln.

Denn das Massagestäbchen gibt die Möglichkeit, wirksamer in tiefere Schichten vorzudringen als das menschliche Instrument Hand. Über den feinsten Tastsinn der Fingerkuppe vermittelt es dem Bewusstsein, was es in der Tiefe vorfindet. Daneben kann es akustische Signale, besonders im Gelenk- und Knochenbereich, abgeben und damit dem Therapeuten bei entsprechender Erfahrung ausserordentlich aufschlussreiche Hinweise vermitteln.

Mit beiden Händen gefasst, intensiviert das Stäbchen sehr das Ausstreichen der Muskulatur und verschiedener Gelenkbereiche.

Am Rande sei an dieser Stelle vermerkt, dass die Massageweisheit, nach der nur in Richtung zum Herzen massiert werden dürfe, als längst überholt gilt! Es macht keinen Unterschied, ob Sie mit dem Massagestäbchen vom Herzen weg oder zum Herzen hin massieren. Sie können auf und ab, längs und quer zur Faserrichtung arbeiten. Ebenso kreis- oder spiralförmig mit individueller Druckgebung.

Sie werden immer wieder überrascht sein über die Einfachheit der Handhabung, die Vielseitigkeit und Intensität der ausgelösten Wirkung. Mit einem Minimum an Zeit und Aufwand werden Sie mit dem Japanischen Massagestäbchen ein Maximum an Leistung erzielen.

 

Pflege

Das Japanische Massagestäbchen (JPM) ist gegen Wasser, Öl und Massagemittel unempfindlich.

Reinigen: Sie können das JPM mit 70 % Alkohol desinfizieren. Nicht mit heissem Wasser kochen!